Die Jugendbühne ist wieder zu Gast im Zentrum Zinsholz! Das Stück „stirb, bevor Du stirbst“ von Ibrahim Amir unter der Regie von Gerhard Bauer, setzt sich mit Vorurteilen und Missverständnissen gegenüber anderen Religionen und Kulturen kritisch auseinandersetzt.

Vorstellungstermine:
Freitag, 31. Mai, Samstag, 25. Mai, 1. Juni, jeweils um 19.30 Uhr
Karten unter: karten@jubo.info

„Stirb bevor du stirbst“
Die alleinerziehende Krankenschwester Sabine hat keinen Bezug zu Syrien. Schon gar nicht kann sie sich vorstellen, dass ihr achtzehnjähriger Sohn Philipp nach Syrien gereist sein soll. Aber genau das behauptet der Polizist, der sie aufsucht, um ihr zu erklären, dass Philipp in den Dschihad, den heiligen Krieg, gezogen ist. Sabine bestreitet das vehement, Philipp ist doch in der Schule und lernt für seine Prüfungen, oder etwa nicht? Hat sie ihn vor lauter Arbeit, der Sorge um ihre vergessliche Mutter Gertrud und dem Streit mit der neuen Nachbarin Magda vielleicht aus den Augen verloren? Sabine fasst den Entschluss, sie muss nach ihrem Sohn suchen und ihn nach Hause zurückholen. Schnell wird ihr klar, dass ihr dabei nur eine helfen kann. Ihre neue Nachbarin Magda. Die kommt doch aus Syrien oder dem Irak oder Ägypten, na ja irgendwo aus dem Süden. Daher jedenfalls. Und so machen sich die beiden Frauen mit Sabines Mutter im Schlepptau auf, um in der Moschee, in die Philipp scheinbar regelmäßig gegangen ist, nach Hinweisen zu suchen. Doch der Imam kann oder will den drei Frauen nicht helfen. Zumindest so lange nicht, bis er feststellen muss, dass auch sein Sohn Mustafa in die Angelegenheit verstrickt ist.

Der aus Aleppo kommende, in Wien lebende Dramatiker Ibrahim Amir, nimmt die Wahrnehmung der Gesellschaft von 2015 über den erschreckenden Zulauf von europäisch sozialisierten Jugendlichen die sich dem IS anschließen, als Hintergrund für sein Stück. Es geht ihm aber um eine Auseinandersetzung von gegenseitigen und sehr unterschwelligen Vorurteilen und Missverständnissen der Kulturen und Religionen, die jedem von uns auch innewohnt.
Es wäre kein Stück von Ibrahim Amir, wenn er das nicht auch augenzwinkernd mit Humor machen würde.
Das Stück wurde im November 2015 Uraufgeführt, und die JuBO spielt diese „Perle“ der neuen deutschen Theaterszene mit großem Engagement und Elan.

Das Stück eignet sich ab 13 Jahre und ist für junge wie erwachsene Menschen gleichermaßen geeignet.